Wartezeiten

Wartezeiten

Die Wartezeiten dienen dazu, einer ungerechtfertigten Inanspruchnahme der Krankenversicherung unmittelbar nach dem Vertragsabschluss vorzubeugen.

Die Berechnung der Wartezeiten erfolgt ab dem Zeitpunkt der Beitragsberechnung, d. h. ab dem im Versicherungsschein genannten Beginn.

Üblicherweise wird zwischen der allgemeinen und der besonderen Wartezeit unterschieden:

  • Die allgemeine Wartezeit beträgt 3 Monate.
  • Die besondere Wartezeit beträgt 8 Monate, sie gilt für Zahnersatz und Kieferorthopädie.

Es gibt jedoch Tarife, die von diesen Zeiträumen abweichen. So können die Wartezeiten grundsätzlich 8 Monate betragen, oder für die professionelle Zahnreinigung ganz wegfallen.

Für während der Wartezeiten erstmalig diagnostizierte oder neu entstandene Behandlungsnotwendigkeiten (z. B. Neuanfertigung oder Austausch einer Krone) besteht nur für den Teil der Behandlungsmaßnahme Anspruch auf die Leistungen aus der Zusatzversicherung, deren Behandlungsdatum nach dem Ablauf der Wartezeit liegt.

Erlass der Wartezeiten mit zahnärztlichem Zeugnis

Wenn die Tarifbedingungen es vorsehen, kann der Versicherungsnehmer zusammen mit dem Antrag oder innerhalb von 14 Tagen nach Abschluss der Versicherung ein zahnärztliches Zeugnis/einen zahnärztlichen Befundbericht vorlegen, um den Erlass der allgemeinen und besonderen Wartezeiten zu beantragen. Die Kosten für diese Unterlagen betragen durchschnittlich zwischen 8 und 15 Euro und sind vom Antragsteller zu tragen.

Ein Wartezeiterlass ist jedoch nur möglich, wenn aus dem Zeugnis/Bericht hervorgeht, dass kein aktueller Behandlungsbedarf besteht, und wenn ein den jeweiligen Annahmerichtlinien entsprechender guter Allgemeinzustand dokumentiert wird.